Wärmepumpe Kosten Schweiz: Was alles zum Preis gehört

Die Kosten einer Wärmepumpe in der Schweiz bestehen aus der Anschaffung (bei der Erdsonde samt Bohrung), den Nebenarbeiten und dem Betrieb. EnergieSchweiz nennt für die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus 45’000 bis 60’000 CHF vor Förderung, Erdsonde und Grundwasser liegen höher (Preisstand der Quelle 2024/25, abgerufen im Oktober 2026). Für Nebenarbeiten liegen keine belegten Preise vor.

Stand: Oktober 2026

Die Kostenarten im Überblick

Die Tabelle gliedert die Kosten in vier Posten und zeigt, was jeweils dazugehört und welche Zahlen die Quellen nennen. Die Posten überschneiden sich: Die Bohrung der Erdsonde steckt bereits in der Anschaffungsspanne und wird nicht zusätzlich gerechnet. Alle Angaben gelten für ein Einfamilienhaus, vor Förderung, mit dem Preisstand 2024/25 der Quelle (abgerufen im Oktober 2026). Die Quelle präzisiert die MWST-Basis nicht. Ihr Gesamtpreis ergibt sich aus einer objektspezifischen Offerte inklusive MWST.

KostenartWas dazugehörtAngabe der Quellen
AnschaffungWärmepumpe, Installation, Speicher und Hydraulik; bei der Erdsonde samt BohrungLuft-Wasser 45’000 bis 60’000 CHF, Erdsonde 55’000 bis 80’000 CHF, Grundwasser ca. 60’000 bis 85’000 CHF
Davon: Wärmequelle erschliessenErdsondenbohrung, in der Erdsonden-Spanne enthalten und nicht zusätzlich zu rechnen. Bei Grundwasser nennt die Quelle die Fassung nicht ausdrücklich, bei Luft entfällt dieser PostenBohrung der Erdsonde samt Installation allein ca. 15’000 bis 25’000 CHF
NebenarbeitenRückbau der alten Heizung und des Öltanks, Elektroarbeiten, nachgerüstete Wärmeverteilung (Heizkörper, Fussbodenheizung, Leitungen), Schallschutz, Bewilligungsgebühren. Ob die Quelle davon etwas einrechnet, nennt sie nichtje nach Haus
BetriebStromkosten pro Jahr; Wartung und Service kommen hinzuBetriebskosten (Strom) pro Jahr laut EnergieSchweiz: Luft-Wasser 1’000 bis 1’600 CHF, Erdsonde 800 bis 1’400 CHF

Anschaffung: drei Wärmequellen, drei Preisniveaus

Luft-Wasser ist die günstigste Bauart. Erdsonde und Grundwasser kosten mehr, weil die Wärmequelle erst erschlossen werden muss. Die Quelle begründet die höheren Kosten der Erdsonde mit der Bohrung, die samt Installation allein etwa 15’000 bis 25’000 CHF kostet. Die Spannen enthalten laut EnergieSchweiz Wärmepumpe, Installation, Speicher und Hydraulik, bei der Erdsonde auch die Bohrung. Den Bohrungsrichtwert addieren Sie deshalb nicht noch einmal zur Spanne. Rückbau der alten Heizung, Elektroarbeiten und weitere Nebenarbeiten klären Sie in der Offerte.

Die Einzelheiten finden Sie auf den Seiten zu den Kosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe und der Erdsonden-Wärmepumpe. Wie sich die Bauarten in Effizienz und Aufwand unterscheiden, zeigt der Vergleich der Wärmepumpen-Arten. Durchgerechnete Beispiele für ein Wohnhaus stehen unter Kosten im Einfamilienhaus.

Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus: was die Quelle nennt

Grössere Gebäude liegen deutlich über den Spannen für das Einfamilienhaus. Für kleinere Mehrfamilienhäuser mit Erdsonde nennt EnergieSchweiz 90’000 bis 140’000 CHF. Bei grösseren Gebäuden beginnen die Kosten laut derselben Seite ab 120’000 CHF. Diese Angaben stützen sich auf eine einzige Quelle. Sie hängen von Dimensionierung und Zahl der Wohneinheiten ab. Für Ihr Gebäude klärt das nur eine Offerte. Wählen Sie im Formular das Gebäude «Mehrfamilienhaus» oder «Stockwerkeigentum».

Was den Preis treibt

  • Wärmequelle und Bohrung. Bei Erdsonde und Grundwasser muss die Bohrung vorab bewilligt sein. Ob und wo das möglich ist, zeigt die Zulässigkeitskarte auf kann-ich-bohren.ch oder die kantonale Gewässerschutzfachstelle.
  • Wärmeverteilung. Je tiefer die Vorlauftemperatur (die Temperatur des Heizwassers) sein darf, desto effizienter läuft die Wärmepumpe. Ein Umbau der Wärmeverteilung kommt je nach Haus dazu.
  • Heizleistung. Die Heizlast ist die Wärmeleistung, die ein Haus an den kältesten Tagen braucht. Eine zu grosse Anlage kostet mehr als nötig. Wie die Auslegung in der Praxis ausfällt, zeigen Messwerte des Bundesamts für Energie auf der Seite zur Wärmepumpe im Altbau.
  • Kältemittelmenge. Bei mehr als 3 Kilogramm Kältemittel sind nach Bundesrecht ein Wartungsheft und die Meldung der Anlage vorgeschrieben. Ob regelmässige Dichtigkeitskontrollen nötig sind, hängt zusätzlich von Kältemittelart und Füllmenge ab. Lassen Sie sich die geltenden Pflichten vom Fachbetrieb schriftlich nennen. Mehr dazu unter Wartung und Lebensdauer.
  • Aufstellort. Wo das Gerät steht, kann Schallschutzmassnahmen und Bewilligungen nach sich ziehen. Was nötig ist, regeln Gemeinde und Kanton.
  • Kantonale Vorgaben. Die meisten Kantone verlangen beim Heizungsersatz einen Anteil erneuerbarer Energie oder Effizienzmassnahmen. Wie das bei Ihnen geregelt ist, klärt Ihr Kanton.

Was in den Zahlen nicht steckt

Vorsicht bei Preisen pro Quadratmeter oder pro kW. Eine Schweizer Quelle, die Kosten je Kilowatt, nach Leistungsklasse oder getrennt nach Neubau und Altbau nennt, haben wir nicht gefunden. Die Spannen oben gelten für das Einfamilienhaus ohne Angabe von Leistung und Baujahr. Das Rechenbeispiel von EnergieSchweiz rechnet ohne Steuerabzüge und ohne die Kosten des kantonal geforderten erneuerbaren Wärmeanteils. Die Quelle warnt ausserdem, dass eine Sanierung wesentlich teurer ausfällt, wenn ein Wärmeverteilsystem nachgerüstet werden muss.

Wer eine Offerte prüft, sollte deshalb nachfragen, welche Posten eingerechnet sind. Eine Anleitung dazu bietet die Seite Wärmepumpen-Offerte prüfen.

Betrieb, Unterhalt und Lebensdauer

Im Betrieb liefert der Strom nach den Angaben von EnergieSchweiz 20 bis 35 % der Nutzenergie, den Rest steuert die Umgebungswärme bei. Die Betriebskosten (Strom) beziffert EnergieSchweiz bei Luft-Wasser auf etwa 1’000 bis 1’600 CHF und bei Erdsonde auf rund 800 bis 1’400 CHF pro Jahr. Das sind Stromkosten, Wartung und Service kommen hinzu. Eigene Rechnungen mit Strompreis und Wärmebedarf finden Sie unter Betriebskosten der Wärmepumpe. Was Service kostet und wie lange eine Anlage hält, steht auf der Seite zu Wartung und Lebensdauer.

Wärmepumpe und Photovoltaik: was die Quellen sagen

Eine Wärmepumpe braucht Strom. Eigener Solarstrom kann den Strombezug senken, wie stark, hängt von Anlagengrösse, Verbrauch und Tageszeit ab. Eno Solar plant Wärmepumpen im Kanton Zürich im Gesamtsystem mit Photovoltaik. Wie beide zusammenspielen, erklärt die Schwesterseite Wärmepumpe und Photovoltaik von Wärmepumpe Region Zürich, ebenfalls ein Angebot der Eno Solar GmbH.

Förderung senkt die Nettokosten

Förderbeiträge ziehen Sie von den Anschaffungskosten ab. Die Kantone legen Beträge und Bedingungen fest. Das Gesuch gehört vor Baubeginn zur kantonalen Energiefachstelle. Welche Beiträge es gibt und worauf Sie achten müssen, behandelt die Seite zur Förderung in der Schweiz. Prüfen Sie Stand und Bedingungen immer beim Kanton.

Von der Spanne zur Offerte

  1. Legen Sie Eckdaten bereit: Heizölverbrauch oder Gasverbrauch des letzten Jahres, Baujahr, aktuelle Heizung.
  2. Holen Sie sich mit dem Kostenrechner einen groben Vergleichswert für die Leistung und eine allgemeine Kostenspanne.
  3. Senden Sie die Anfrage ab. Eno Solar meldet sich bei Ihnen. Passt das Vorhaben nicht zu unserem Angebot, geben wir es nur mit Ihrem Einverständnis (dem Häkchen im Formular) an einen Fachbetrieb weiter.
  4. Prüfen Sie die Offerte Posten für Posten gegen die Tabelle oben.

Häufige Fragen

Sind Mehrwertsteuer und Montage in den Preisen enthalten?

Die Spannen von EnergieSchweiz nennen Wärmepumpe, Installation, Speicher und Hydraulik, bei der Erdsonde auch die Bohrung. Die Quelle präzisiert die MWST-Basis nicht. Ihr Gesamtpreis ergibt sich aus einer objektspezifischen Offerte inklusive MWST. Verlangen Sie darin den Gesamtpreis inklusive Mehrwertsteuer und aller für den vereinbarten Leistungsumfang zwingenden Kosten, Optionen separat ausgewiesen.

Muss ich meine Heizkörper ersetzen?

Laut EnergieSchweiz erzielen neue Inverter-Wärmepumpen (leistungsgeregelte Geräte) auch mit Radiatoren gute Werte. Ob Ihre Heizkörper reichen, hängt von deren Grösse und von der Dämmung ab. Lassen Sie die Heizlast berechnen. Was ein Ersatz von Heizkörpern oder ein Einbau einer Fussbodenheizung kostet, klärt die Offerte.

Kann ich die Kosten von den Steuern abziehen?

Ob und wie viel Sie abziehen können, entscheidet der Kanton. Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts ändern sich die Abzüge, Zeitpunkt und Regeln sind offen. Klären Sie das mit Ihrem Steueramt, bevor Sie den Auftrag vergeben.

Wie ändern sich die Kosten mit einer Solaranlage?

Strom aus einer eigenen Anlage kann den Strombezug senken. Wie stark, hängt von Anlagengrösse, Verbrauch und Tageszeit ab. Wer beides plant, wählt im Formular das Vorhaben «Wärmepumpe mit Solaranlage».

Was kostet eine Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus?

Für kleinere Mehrfamilienhäuser mit Erdsonde nennt EnergieSchweiz 90’000 bis 140’000 CHF, bei grösseren Gebäuden beginnen die Kosten ab 120’000 CHF. Der Preis hängt von Dimensionierung und Zahl der Wohneinheiten ab. Für Ihr Gebäude klärt das eine Offerte.

Quellen

Stand der Quellen: Oktober 2026

  1. EnergieSchweiz: Wärmepumpen (Kostentabelle mit Preisstand 2024/25, Betriebskosten (Strom), Kältemittel)
  2. EnergieSchweiz: Erneuerung der Heizung, zu erwartende Kosten
  3. EnergieSchweiz: Heizen mit Wärmepumpe (Bewilligung, Vorlauftemperatur, Förderung vor Baubeginn, Steuerabzüge)
  4. EnergieSchweiz: Häufige Fragen (Förderbeiträge je Heizungstyp und Kanton)
  5. Bundesamt für Energie: Feldmessungen von Wärmepumpen-Anlagen, Heizsaison 2022/23
  6. BAFU: Anlagen und Geräte mit Kältemitteln, Betrieb und Wartung (Wartungsheft, Meldepflicht, Dichtigkeitskontrolle)

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Ein Schritt, kein Konto: Richtwerte ersetzen keine Offerte. Beschreiben Sie Ihr Gebäude in wenigen Angaben, wir melden uns bei Ihnen. Die Anfrage ist unverbindlich.

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So erreichen wir Sie: Telefon oder E-Mail (mindestens eines) *

Eno Solar arbeitet im Kanton Zürich und Umgebung. Liegt Ihr Gebäude anderswo, prüfen wir, ob wir das Vorhaben übernehmen oder mit Ihrem Einverständnis (dem Häkchen im Formular) an einen geeigneten Fachbetrieb weitergeben. Lieber telefonisch? 044 515 23 23