Wärmepumpe Kosten Einfamilienhaus: Beispiele aus der Schweiz

Die Kosten einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus zeigt ein Rechenbeispiel von EnergieSchweiz für ein Haus im Kanton Bern: Über 20 Jahre kostet die Luft-Wasser-Wärmepumpe 79’908 CHF, die Erdsonden-Wärmepumpe 88’726 CHF und eine neue Ölheizung 96’409 CHF, jeweils nach Förderung (Beispiel von EnergieSchweiz ohne Datumsangabe, abgerufen im Oktober 2026). Die Tabelle unten zeigt, wie sich Anschaffung, Förderung und Energiekosten zusammensetzen.

Stand: Oktober 2026

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit Ölheizung im Kanton Bern

EnergieSchweiz rechnet den Ersatz einer Ölheizung in einem Einfamilienhaus in einer Berner Gemeinde durch. Das Haus verbraucht rund 2’400 Liter Heizöl pro Jahr. Angenommen sind eine Lebensdauer von 20 Jahren und ein Zinssatz von 1.75 %. Steuerabzüge sind nicht eingerechnet. Die Spannen für die Anschaffung je Wärmequelle zeigt die Übersicht Wärmepumpe Kosten Schweiz.

HeizungGesamt, 20 JahreAnschaffung und FörderungEnergie, 20 Jahre
Luft-Wasser-Wärmepumpe79’908 CHF42’000 CHF, Förderung 6’000 CHF abgezogen37’908 CHF
Erdsonden-Wärmepumpe88’726 CHF60’000 CHF, Förderung 10’000 CHF abgezogen30’326 CHF
Neue Ölheizung96’409 CHF23’000 CHF, ohne Förderung62’409 CHF
Pelletheizung94’455 CHF40’000 CHF, Förderung 6’000 CHF abgezogen50’455 CHF
Fernwärme94’818 CHF25’000 CHF, Förderung 4’500 CHF abgezogen65’318 CHF

In den Gesamtkosten stecken ausserdem Betrieb und Unterhalt über 20 Jahre: 6’000 CHF bei Luft-Wasser, 8’400 CHF bei der Erdsonde und 11’000 CHF bei Öl. So setzen sich die Gesamtkosten zusammen: Anschaffung, minus Förderung, plus Energie, plus Betrieb und Unterhalt. Bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe sind das 42’000 − 6’000 + 37’908 + 6’000 = 79’908 CHF (eigene Nachrechnung der Tabelle).

Was das Beispiel zeigt

Über 20 Jahre liegt die Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 16’500 CHF unter der neuen Ölheizung, die Erdsonde rund 7’700 CHF darunter (eigene Differenz aus den Zahlen der Quelle). Die Wärmepumpen kosten in der Anschaffung mehr und sparen bei der Energie. Das ist ein einzelnes Haus mit den Annahmen der Quelle und keine Aussage für Ihr Gebäude. Wann sich die Mehrinvestition rechnet, behandelt die Seite zur Amortisation der Wärmepumpe. Den Betrieb im Vergleich zu Öl zeigt Wärmepumpe oder Ölheizung.

Was im Beispiel fehlt

Drei Dinge bildet das Beispiel nicht ab. Erstens die Wärmeverteilung (Heizkörper, Fussbodenheizung, Leitungen): Die Quelle warnt, dass eine Sanierung wesentlich teurer ausfällt, wenn ein Wärmeverteilsystem nachgerüstet werden muss. Zweitens der nach kantonalem Recht geforderte erneuerbare Wärmeanteil, in Bern als Beispiel mindestens 10 %. Diese Kosten fehlen in der Ölrechnung. Drittens die Steuerabzüge.

Die Werte beruhen laut Quelle auf starken Vereinfachungen und sind Schätzungen. Bei der Erdsonde weist die Quelle für Betrieb und Unterhalt zwei Werte aus, die sich nicht decken: 300 CHF pro Jahr in der Jahresrechnung und 8’400 CHF über 20 Jahre in der Gesamtrechnung. Wir geben beide unverändert wieder.

Typische Fehler beim Vergleich

  • Äpfel mit Birnen. Das Beispiel stellt die Wärmepumpen einer neuen Ölheizung gegenüber. Wer die alte Heizung weiterbetreibt, hat andere Zahlen. Vergleichen Sie mit einer an Ihrem Standort zulässigen Ersatzlösung und klären Sie vorab, ob eine neue Ölheizung dort überhaupt möglich ist.
  • Förderung als sicher annehmen. Der Abzug gilt erst, wenn das Gesuch vor Baubeginn eingereicht, vom Kanton bestätigt und zugesichert ist. Die Beträge legt der Kanton fest.
  • Wärmeverteilung vergessen. Vergleichen Sie Angebote nur, wenn alle gleich viel oder gleich wenig davon enthalten.

Kosten bei 100, 150 oder 200 Quadratmetern

Eine Schweizer Quelle, die Kosten nach Wohnfläche nennt, haben wir nicht gefunden. Ob Ihr Haus 100, 150 oder 200 m² gross ist, bestimmt den Preis nur indirekt. Entscheidend sind Dämmstand, Wärmeverteilung und die Heizleistung, die eine Heizlastberechnung ermittelt. Die Heizlast ist die Wärmeleistung, die Ihr Haus an den kältesten Tagen braucht. Die Spannen der Übersichtsseite gelten deshalb für das Einfamilienhaus ohne Flächenangabe. Für eine erste Einschätzung eignet sich der Verbrauch der letzten Abrechnung, Heizöl in Litern oder Gas in kWh.

So ordnen Sie Ihr Haus ein

  • Verbrauch. Heizölverbrauch in Litern oder Gasverbrauch in kWh der letzten Abrechnung geben einen ersten Hinweis auf den Wärmebedarf.
  • Baujahr und Dämmstand. Sie bestimmen, wie hoch die Vorlauftemperatur (die Temperatur des Heizwassers) sein muss. Bei älteren Gebäuden lesen Sie weiter unter Wärmepumpe im Altbau.
  • Wärmeverteilung. Fussbodenheizung oder Heizkörper, und in welchem Zustand.
  • Aufstellort. Platz für das Aussengerät oder für eine Bohrung auf dem Grundstück.

Mit diesen Angaben liefert der Kostenrechner einen groben Vergleichswert für die Leistung und eine allgemeine Kostenspanne je Bauart.

Wie gross muss die Anlage sein?

Übernehmen Sie nicht einfach die Leistung des alten Kessels. Die Feldmessung des Bundesamts für Energie fand die untersuchten Wärmepumpen im Mittel deutlich überdimensioniert, leistungsgeregelte stärker als nicht geregelte (Zahlen unter Wärmepumpe im Altbau). Verlangen Sie eine Heizlastberechnung. Sie bestimmt die Anlage und damit den Preis.

Nächster Schritt

Beschreiben Sie Gebäude und Heizung im Formular unten. Hilfreich sind Baujahr, beheizte Fläche und der Verbrauch der letzten Abrechnung. Die Anfrage ist unverbindlich, Eno Solar meldet sich bei Ihnen. Eno Solar arbeitet im Kanton Zürich und Umgebung. Liegt Ihr Haus anderswo, prüft Eno Solar, ob sie das Vorhaben übernimmt oder mit Ihrem Einverständnis (dem Häkchen im Formular) an einen geeigneten Fachbetrieb weitergibt. Wie Sie Angebote später lesen, zeigt Offerte prüfen und vergleichen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Wärmepumpe für ein Haus mit 100, 150 oder 200 Quadratmetern?

Eine Schweizer Quelle, die Kosten an die Wohnfläche knüpft, haben wir nicht gefunden. Für 100, 150 und 200 m² gilt deshalb dieselbe Spanne von EnergieSchweiz für das Einfamilienhaus, ohne Flächenangabe. Entscheidend sind Dämmstand, Wärmeverteilung und Heizleistung, nicht allein die Fläche. Für eine erste Einschätzung eignet sich eine Rechnung über den Heizölverbrauch.

Gelten die Preise für Altbau und Neubau gleich?

Das lässt sich nicht belegen. Keine unabhängige Quelle, die wir gefunden haben, trennt die Kosten nach Neubau und Altbau. Im Altbau kann zusätzlich eine Anpassung der Wärmeverteilung anfallen, die im Berner Beispiel nicht abgebildet ist.

Wie wirkt sich der Ölpreis auf den Vergleich aus?

Stark. Heizöl kostete im September 2026 laut HEV-Tabelle mit BFS-Daten 153.94 CHF pro 100 Liter, im Januar waren es noch 90.79 CHF (jeweils inklusive Mehrwertsteuer und CO2-Abgabe). Setzen Sie für Ihren Vergleich Ihren eigenen Heizölpreis ein. Das Berner Beispiel rechnet nach unserer Division mit rund 1.30 CHF pro Liter (3’120 CHF Energiekosten pro Jahr bei 2’400 Litern). Bei einem anderen Ölpreis verschiebt sich der Vergleich.

Brauche ich für das Einfamilienhaus eine Bewilligung?

Das hängt von Gemeinde, Standort und Wärmequelle ab. Für eine Bohrung ist die Bewilligung vorab zu klären. Was für Ihr Gebäude gilt, sagt die Baubehörde Ihrer Gemeinde.

Quellen

Stand der Quellen: Oktober 2026

  1. EnergieSchweiz: Wärmepumpen (Kostenspannen, Betriebskosten)
  2. EnergieSchweiz: Erneuerung der Heizung, zu erwartende Kosten (Rechenbeispiel Kanton Bern)
  3. EnergieSchweiz: Heizen mit Wärmepumpe (Bewilligung Bohrung)
  4. Bundesamt für Energie: Feldmessungen von Wärmepumpen-Anlagen, Heizsaison 2022/23
  5. HEV-Tabelle mit Daten des Bundesamts für Statistik: Energiepreise, Stand September 2026

Was kostet die Wärmepumpe bei Ihnen? Offerte anfragen

Ein Schritt, kein Konto: Richtwerte ersetzen keine Offerte. Beschreiben Sie Ihr Gebäude in wenigen Angaben, wir melden uns bei Ihnen. Die Anfrage ist unverbindlich.

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So erreichen wir Sie: Telefon oder E-Mail (mindestens eines) *

Eno Solar arbeitet im Kanton Zürich und Umgebung. Liegt Ihr Gebäude anderswo, prüfen wir, ob wir das Vorhaben übernehmen oder mit Ihrem Einverständnis (dem Häkchen im Formular) an einen geeigneten Fachbetrieb weitergeben. Lieber telefonisch? 044 515 23 23